Reprobates – Insel der Verdammten

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Wie oft wurde schon davor gewarnt? Nicht beim Autofahren telefonieren! Adam Raichl, der Protagonist des Point&Click-Adventures, hat davon wohl noch nie etwas gehört. So hat er keine Chance mehr zu reagieren, als ein Tanklastwagen bei rot über die Kreuzung fährt und Adams Auto voll erwischt. Adam verliert das Bewusstsein und wird in einem schmuddeligen Bungalow wieder wach. Wo ist er? Was ist passiert? Und wer zum Teufel sind die vielen Leute auf der Insel? Sind denn hier alle verrückt? Die eine spricht nicht, der andere betet unablässig damit ihm seine Sünden vergeben werden, wieder ein anderer will uns verklagen. Lediglich eins verbindet die Inselbewohner: sie sind alle hier gestrandet nachdem sie dem Tod ins Auge geblickt haben. Es wird Zeit herauszufinden, was es mit diesem fegefeuerartigen Ort auf sich hat. Adam erforscht die Insel, sammelt – wie es sich für ein gutes Adventure gehört- Dinge ein, die herumliegen und kombiniert dies mit jenem. Nur leider bringt die Einsammelei nicht viel: sobald Adam sich schlafen legt, sind die eingesammelten Sachen wieder weg! Und noch etwas ist seltsam: Sobald eine Glocke dreimal geschlagen hat, fallen die Gestrandeten automatisch in einen Tiefschlaf und erwachen am nächsten Tag in ihren Bungalows. Erholsam sind die Nächte allerdings nicht, denn in diesen erlebt jeder seinen persönlichen Alptraum. Und diese Alpträume haben es in sich. Müssen die Träumer doch dort in unterschiedlicher Weise dem nahenden Tod entrinnen. Dass das auf die Verfassung schlägt, erklärt sich von selbst. Reprobates ist ein sehr abwechslungsreiches Adventure. Die schaurig schön gestaltete Grafik, die in unterschiedlichen Perspektiven dargestellt wird und somit nicht eintönig daher kommt, passt zu den spannenden Aufgaben, die gelöst werden müssen. Leider gibt es aber auch ein paar Minuspunkte. So kann wieder einmal nicht die Maus für Linkshänder umgestellt werden. Die Steuerung an sich ist auch nicht der Reißer. Zu langsam kommen wir teilweise vorwärts, was den Spielspaß etwas bremst. Auch ist das neue Werk der Black-Mirror-Erschaffer zeitlich gesehen zwar deutlich über dem derzeitigen Standard aber leider auf Kosten lang gezogener Rätsel. So könnten einige Szenen deutlich verkürzt werden, da es sich lediglich um sinnloses Hin- und Hergerenne und „Sachenherholaufgaben“ handelt. Schade! Ansonsten ist Reprobates aber durchaus spielbar und die gestellten Rätsel sind interessant gestaltet. Als besonderes Bonbon werden kleine Minispiele eingebaut, die noch mal extra Spielspaß bringen.

 

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